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Verbandsliga ist eingeteilt: MSHS spielt nach Schwerter Aufstieg in der Nordstaffel
Verband Südwestfalen, 19. Juni 2024: Im Schachverband Südwestfalen hat Spielleiter Christian Midderhoff die Spielklassen für die neue Saison eingeteilt. Wie zuletzt spielen die Verbandsliga und Verbandsklasse in Nord- und Südstaffel. Der MS Halver-Schalksmühle als NRW-Klassen-Absteiger ist in die Nordstaffel eingeteilt worden. Der SF Schwerte hatten zuletzt in der Relegation zur NRW-Klasse reüssiert, so war in den Verbandsligen ein Platz frei geworden, den Bad Laasphe einnahm. Bad Laasphe wurde in die Südstaffel eingestuft, der MSHS kam für Schwerte in die Nordstaffel. Ein Derby gegen den Nachbarn aus Kierspe gibt’s damit im normalen Saisonverlauf nicht.

In der Verbandsklasse sind die SvG Plettenberg und die SF Neuenrade ebenso wie der TSV Dahl in die Nordstaffel eingruppiert wurden. Der Verbandsliga-Absteiger SK Meinerzhagen dagegen spielt im SĂĽden, unter anderem gegen die SF Lennestadt. In den Verbandsklassen wird in Achter-Staffeln eine normale Runde gespielt. In den Verbandsliga gibt es nach den Vorrunden in den beiden Sechser-Staffeln eine Aufstiegs- und eine Abstiegsrunde. Die Saison beginnt in der Verbandsliga am 8. September, in der Verbandsklasse am 22. September.

Die Staffeln:
Verbandsliga Nord: MSHS, SV Meschede, SV Menden, SV Sundern, SV Ruhrspringer, SV Turm Hohenlimburg
Verbandsliga SĂĽd: Hellertaler SF, SV Weidenau-Geisweid, SV Turm Drolshagen, SV Kierspe, SV Bad Laasphe, SV Kreuztal
Verbandsklasse Nord: SvG Plettenberg, SF Neuenrade, SV Ruhrspringer II, SC Marsberg, SV Herdringen, KS Hagen/Wetter, TSV Dahl, SV Hemer II
Verbandsklasse SĂĽd: SK Meinerzhagen, SF Lennestadt, Siegener SV, SC Marienheide, SV Weidenau-Geisweid II, SV Schmallenberg, SC Hilchenbach, SF Lindlar

Die Spieltermine: 8. September (nur Verbandsliga), 22. September, 17. November, 1. Dezember, 19. Januar, 23. Februar, 9. März, 30. März



Jahreshauptversammlung am 27. Juni in SchalksmĂĽhle: Volme-Open, Mannschaftsplanung, Regelvortrag
Schalksmühle, 13. Juni 2024: Seit der Corona-Pandemie wissen wir zu gut, wie es ist, wenn wir nicht in einer Gruppe zusammenkommen dürfen. Aber: Wir dürfen wieder, und deshalb freut sich der Vorstand, wenn am 27. Juni ab 19.30 Uhr viele Mitglieder den Weg zur Jahreshauptversammlung ins Vereinsheim (Volmestraße 30, Schalksmühle) finden. Wir haben den Weg heraus aus der Pandemie-Talsohle gut geschafft und wollen nun die Weichen stellen, dass es erfolgreich weitergeht – kurz-, mittel- und langfristig.

Besonders möchten wir auf einige Punkte hinweisen: Zum einen stehen im August wieder die Volme-Open im Kulturort 8Giebel an. Wir hoffen, dass auch diese Auflage wieder ein Erfolg wird und wollen nun schon konkret das eine oder andere für das Turnier besprechen. Daneben müssen wir bis Anfang August die Mannschaften melden, sollten besprechen, wie diese Teams für das neue Jahr personell besetzt sein sollten. Last but not least wird unser Spielleiter Dirk Jansen einen Regelexkurs anbieten, der spannend werden dürfte.

AuĂźerdem stehen natĂĽrlich wie immer die Berichte des Vorstandes, Vorstandswahlen und auch Ehrungen auf der Tagesordnung.

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Freundschaftstreffen mit dem SK Meinerzhagen: Schmidt und Babczyk Turniersieger
Meinerzhagen, 08. Juni 2024: Kurz vor der Sommerpause setzten der SK Meinerzhagen und der MSHS am Samstag ihre Vereinsfreundschaft mit einem gemeinsamen Schnellschach-Turnier mit anschlieĂźendem geselligen Teil mit Essen und Trinken im Meinerzhagener Gasthof Zur Rose fort. Acht Spieler des SKM und sieben Spieler des MSHS spielten sechs Runden Schnellschach nach Schweizer-System (Bedenkzeit 15 Minuten). Den Sieg teilten sich am Ende mit 5,0 Punkten der MSHS-Ehrenvorsitzende Volker Schmidt und Roman Babczyk vom SKM. Auf Rang drei folgten mit 4,0 Punkten Martin zu Putlitz und Vladimir Dolgopolyj (beide MSHS). Auf 3,5 Punkte brachten es Marco Poschmann, Jens Frase (beide SKM), Peter Kernchen und Josef Horstmann (beide MSHS). Pornchai Ertelt und Philipp Hahnel teilten sich mit 3,0 Punkten Rang neun.

Bernd Käse und Oliver Thiemann (beide SKM) wurden punktgleich mit 2,5 Zählern Elfte. Abgeschlossen wurde das Feld von Eberhard Janott, Michael Schneider (beide 2,0) und Ottmar Dango (alle SKM, 1,0). Der SK Meinerzhagen glänzte einmal mehr als toller Gastgeber, alle Schachspieler hatten viel Spaß am Turnier und am Austausch. Ein schönes Event in der spielarmen Zeit der Schachspieler.



Bezirksversammlung in Attendorn: Lothar Mirus als Vorsitzender wiedergewählt
Attendorn, 08. Juni 2024: Der Schachbezirk Sauerland laviert sich in die Zukunft: Am Samstag bei der Mitgliederversammlung wurde die Führungscrew bestätigt, die die Herausforderungen der nächsten Zeit in Angriff nehmen muss. Die größte Herausforderung: Aus einem ohnehin ausgedünnten Bezirk soll am Jahresende mit der SG Lüdenscheid der zweitgrößte Verein (57 Mitglieder) ausscheiden. Der SGL hatte aufgrund fehlender Perspektiven für den Vorstand zuletzt bekanntlich ihre Auflösung beschlossen.

Von 284 auf 276 Mitglieder ist der Bezirk Sauerland vom 31. Dezember 2022 zum 31. Dezember 2023 geschrumpft. Auch wenn es Anfang des Jahres zahlreiche Neueintritte im Nachwuchsbereich gab (Jugendwart Ratho Rahs sprach von 30 neuen Mitgliedern bei der Jugend), wĂĽrde der Verlust von 57 Mitgliedern der SG LĂĽdenscheid arg zu Buche schlagen.

Von der SG Lüdenscheid war am Samstag in Attendorn Thomas Windfuhr, amtierender Einzelmeister des Bezirks, vor Ort. Und Frank Wollenweber. Der ist zwar nicht Mitglieder der SGL, strebt aber aktuell in Lüdenscheid die Gründung eines neuen Vereins an, erfragte beim Bezirksvorsitzenden Lothar Mirus die Modalitäten für den Fall, dass dieser Verein schon zur neuen Saison an den Start gehen könnte. Klar ist: Mannschaften müssen bis zum 1. Juli gemeldet werden, bis zum 4. August folgt die Meldung der Mannschaftsaufstellungen.

Ohne die Lüdenscheider hat der Bezirk für die Bezirksliga-Saison aktuell sechs Teams in der Planung: zwei aus Attendorn, drei vom MS Halver-Schalksmühle und den VfB „Turm“ Altena. Keine wirklich attraktive Liga-Konstellation – beschlossen wurde jedenfalls am Samstag eine Saison mit Hin- und Rückrunde, die am 15. September losgehen soll.

Auch die anderen Eckdaten der Saison stehen: Auf Antrag von Christian Midderhoff (Neuenrade) wurde der Spieltag des Einzelpokals von samstags auf freitags verlegt. Los geht der Einzelpokal am 6. September. Midderhoffs Antrag, den Einzelpokal als K.o.-Turnier mit Schweizer System fĂĽr die Verlierer der K.o.-Spiel durchzufĂĽhren, fand keine Mehrheit.

Die Blitz-Mannschaftsmeisterschaft findet am 7. Dezember in SchalksmĂĽhle statt, die Blitz-Einzelmeisterschaft am 16. November in Lennestadt, die Schnellschach-Einzelmeisterschaft am 1. Mai in Attendorn und der Sauerlandpokal am 25. Januar in Neuenrade. Der SvG Plettenberg ĂĽbernahm keine Turnierausrichtungen, weil in Plettenberg aktuell der Verkauf des Vereinsheims im Raume steht.

Christian Midderhoff stellte als Verbandsspielleiter in Attendorn auch seine Planungen für eine neue Bezirksoberliga als Spielklasse unterhalb der Verbandsklasse vor. Eine solche Liga soll im Verbandsgebiet über die Bezirksgrenzen hinaus einen attraktiven Spielbetrieb sichern. Midderhoffs Idee kam gut an im Bezirk, allerdings wird es eine Umsetzung frühestens ab der Spielzeit 2026/27 geben – kurzfristig hilft dies nicht.

Abgestimmt wurde nicht nur über einige Anträge (unter anderem wurde die Bedenkzeit einheitlich zu Spielklassen auf höheren Ebenen angepasst), sondern auch übers Führungspersonal: Lothar Mirus (MSHS) bleibt Bezirksvorsitzender, Dirk Jansen (MSHS) Geschäftsführer und Kassenwart, Walter Cordes (Neuenrade) Spielleiter und Christian Midderhoff (Neuenrade) Webmaster. Probleme im Ehrenamt, die gibt es immerhin nicht in einem Bezirk, der immer kleiner wird, aber dafür noch keine Lösungen gefunden hat.



NRW-Mannschaftsblitz: MSHS in Hamm etwas unter Wert auf dem 19. Platz
Hamm, 08. Juni 2024: Der MS Halver-Schalksmühle belegte am Samstag bei den NRW-Mannschaftsmeisterschaften im Blitzschach in Hamm den 19. Platz im Feld der 21 teilnehmenden Mannschaften. Mit 14:26 Punkten verpasste der MSHS nur knapp eine bessere Platzierung, lag einen Punkt hinter dem Trio SK Münster, SV Dinslaken und SV Eichlinghofen (alle 15:25). Mindestens der 16. Platz wäre mit etwas Glück drin gewesen.

Ein sehr gutes Ergebnis erspielte FM Alex Browning am Spitzenbrett (12/20), die anderen drei MSHS-Spieler taten sich gegen die Blitzspezialisten aus ganz NRW etwas schwerer: Dirk Jansen holte am 3. Brett nach schlechtem Start (0/7) noch 7,0 Punkte, Max Lutze (2) und Ralph Kämper (4) brachten es jeweils auf 6,5 Zähler in 20 Spielen. Hinter dem MSHS kamen der Hammer SC (8:32) und der SK Blauer Springer Paderborn (6:34) ins Ziel.

Der Südwestfalenmeister Königsspringer Iserlohn mit dem Plettenberger Marc Schulze am Spitzenbrett belegte mit 23:17 Punkten den guten sechsten Platz, Schulze holte in den 20 Partien 10,5 Punkte, bester Iserlohner war Julian Scheider (2, 13,5/20).

Den Titel gewann der mit den GroĂźmeistern Daniel Hausrath und Michael Feygin angetretene SV MĂĽlheim-Nord (35:5) vor den SF Katernberg (34:6, mit Sebastian Siebrecht an Brett zwei), dem Bochumer SV (29:11) und der SG Solingen (28:12).



Bezirksversammlung: Die Suche nach Lösungen für den Spielbetrieb in einer vertrackten Lage
Meinerzhagen/Attendorn, 06. Juni 2024: Zwei Wochen nach dem Verbandskongress in Meinerzhagen findet am Samstag ab 14 Uhr in der Speckschule in Attendorn die Bezirksversammlung des Schachbezirks Sauerland statt. Und weil alles mit allem zusammenhängt, werden die Probleme, die schon in Meinerzhagen Thema waren, nun wohl auch in der Hansestadt diskutiert.

Der Bezirk hat einen funktionierenden Vorstand mit Lothar Mirus aus Halver an der Spitze, hat mit Walter Cordes (Neuenrade) einen engagierten Spielleiter und mit Dirk Jansen (MSHS) einen zuverlässigen Geschäftsführer und Kassenwart. Anderswo krankt’s am Ehrenamt, nicht im Bezirk Sauerland. Eine Wiederwahl der Führungscrew wird für den Samstag allgemein erwartet. Dafür gehen dem Bezirk langsam, aber sich die Mannschaften im Spielbetrieb aus. Die Entwicklung in und nach der Corona-Pandemie hat die Lage verschärft. Schon im vergangenen Jahr gab’s keine Bezirksklasse mehr und eine Bezirksliga mit gerade vier Mannschaften.

Christian Midderhoff (Neuenrade) ist seit einem Jahr Spielleiter des Verbandes, im Bezirksvorstand sitzt er als Webmaster. Midderhoff wird auch in seinem eigenen Bezirk am Samstag das vorstellen, was er auch schon beim Verbandskongress vorgestellt hat und was er mithin auch in allen Bezirken vortragen wird: Midderhoff hat einen Plan entwickelt, um die Bezirk bestehen zu lassen, aber zwischen Bezirken und der Verbandsklasse eine neue Bezirksoberliga einzuführen. Die würde dann in vier Staffeln gespielt (aktuell gibt’s fünf Bezirksligen in den fünf Bezirken). Man würde über die Bezirksgrenzen hinweg versuchen, den Spielbetrieb so zu organisieren, dass er wieder attraktiver wird. Mit wechselnden Spieltagen (Samstag oder Sonntag, je nach Wunsch des Heimvereins).

Midderhoffs Vorschlag ist keine Wundermedizin für einen schwer kranken Patienten, aber ein wenig würde die Reform dem Schachsport auf dieser Leistungsebene gewiss helfen, gerade in kleinen Bezirken wie dem Sauerland oder auch dem Bezirk Oberberg, der zuletzt nur noch eine Hobbyliga an Stelle einer Bezirksliga anbot. Das Problem: Midderhoff geht aktuell mit seinem Vorschlag von Bezirk zu Bezirk, die Bezirke sollen im Frühjahr 2025 darüber abstimmen, ob sie diesen Weg mitgehen wollen – eine Umsetzung der Reform würde dann nach einem Übergangsjahr mit entsprechenden Ausschreibungen erst zur Spielzeit 26/27 greifen. Der Tenor zuletzt in Meinerzhagen: Das ist viel zu spät.

In Meinerzhagen zeigte der neue Verbandsvorsitzende Christof Dinter (Sundern) klar auf, wohin die Reise zuletzt gegangen ist: Die SG Lüdenscheid – ein Verein, der mit 57 Mitgliedern auf dem Papier noch der fünftgrößte im Verband ist – hat zuletzt die Auflösungsentscheidung getroffen, wird 2025 von der Bildfläche verschwinden. Dasselbe gilt für den SV Ardeyhöhe in Herdecke, der zuletzt noch in der Verbandsklasse spielte, sich aber ebenso auflösen will wie der ehemals stolze Verbandsligist SV Velmede/Bestwig. Drei Vereine weniger, einer aus dem Bezirk Sauerland.

Im Sauerland sind zuletzt die SF Attendorn und der MS Halver-Schalksmühle II aus der Verbandsklasse abgestiegen. Wenn’s gut läuft und der MSHS vielleicht sogar vier Teams zum Meisterschaftsbetrieb meldet, könnte es eine Bezirksliga mit sechs Mannschaften geben: dreimal MSHS, zweimal Attendorn und dazu Turm Altena. Alternative Fehlanzeige. Auch der Samstag in der Speckschule dürfte da keine Wunder versprechen. Bitter…



Turm-Open in Lippstadt: Mario Rieger auf dem Treppchen, Diane Wahle auch sehr stark
Lippstadt, 02. Juni 2024: Mit einem starken Aufgebot war der MS Halver-SchalksmĂĽhle am langen Fronleichnams-Wochenende bei der 40. Auflage der Turm-Open in Lippstadt vertreten. Im stark besetzten A-Open, das der IM Upadhyaya Anwesh aus Wiesbaden gewann, gelang Rebecca Browning etwas Seltenes: Sie lieĂź ihren Bruder, FIDE-Meister Alex Browning, hinter sich. Rebecca Browning spielte ein starkes Turnier und wurde mit 5,0 Punkten Zehnte (allerdings auch mit einem kampflosen Remis und zwei kampflosen Siegen). Als 32. der Setzliste war sie gestartet. Alex Browning war als Dritter der Setzliste gestartet, doch er machte dreimal Remis und musste sich in Runde fĂĽnf CM Maurice Gulatz geschlagen geben, sodass es mit 4,5 Punkten nur zu Rang 13 reichte.

Im B-Open schaffte Mario Rieger den Sprung aufs Treppchen: Nach vier Siegen, zwei Remis und nur einer Niederlage belegte er mit 5,0 Punkten den dritten Platz und machte im DWZ-Ranking 23 Punkte gut. Ein starkes Turnier des Halveraners. Sokratis Goniadis belegte mit 3,5 Punkten den 19. Platz im Feld der 49 Starter im B-Open, Goniadis gewann 70 Punkte dazu im DWZ-Ranking (neue Zahl: 1538).

Im C-Open war Diane Wahle die beste Aktive des MSHS: Mit 4,0 Punkten belegte die SchalksmĂĽhlerin den guten 15. Platz (DWZ-Plus: 36), MSHS-Jugendwartin Karin Browning folgte mit 3,5 Punkten auf Rang 20 (DWZ-Plus: 45). Dominik Hemmerling stieg erst zur 3. Runde ins Turnier ein, holte aber noch 3,0 Punkte und wurde damit 25. U8-Youngster Linus Hoffmann feierte drei Siegpartien und wurde mit ebenfalls 3,0 Punkten 31., erspielte damit seine erste DWZ-Zahl, die sich mit 854 sehen lassen kann. Delia Wahle folgte mit einem Sieg auf dem 41. Platz und komplettierte das MSHS-Gesamtergebnis.

Diane Wahle und Rebecca Browning gewannen in ihren Klassen den Damenpreis. Delia Wahle bekam ein Präsent als jüngste Teilnehmerin, Karin Browning zudem als älteste Teilnehmerin.



Quickstep: 41 Teilnehmer bei zweiter Auflage, Klassensiege fĂĽr Dolgopolyj und Kernchen
SchalksmĂĽhle, 30. Mai 2024: Zehn Stunden Schach, zehn Gruppen, zehn Turniersieger: Die zweite Auflage des Quickstep-Turniers des MS Halver-SchalksmĂĽhle war am Fronleichnamstag wieder eine runde Sache.

Quickstep – schnelle Schritte im DWZ-Ranking. Die Idee hatte vor 15 Jahren der ehemalige Schalksmühler Spielleiter Christian Bien, der das Format in Niedersachsen etablierte. Das Teilnehmerfeld unterteilt in Vierer-Gruppen (nach DWZ-Ranking), die an einem Tag ein Turnier mit drei DWZ-relevanten Wertungspartien spielen. MSHS-Spielleiter Dirk Jansen hatte das Format 2023 zum ersten Mal wieder aufgegriffen. Bei der zweiten Auflage war das Feld (40 Teilnehmer) schon vier Wochen vor dem Start restlos ausgebucht. „Wir hätten auch mit 70 Teilnehmern spielen können“, konstatierte Jansen.

Die Starter kamen aus ganz NRW (u.a. Porta Westfalica, Meerbusch, Düsseldorf, Lennep, Witten, aber auch Attendorn, Plettenberg und Altena) und sogar aus Gießen und Korntal-Münchingen im Kreis Ludwigsburg. Von dort kam Markus Partik – und gewann die Gruppe A der vier spielstärksten Akteure des Tages vor Timo Arnz aus Lennep.

Die Region ging bei den zehn Tagessiegern keineswegs leer aus: Dominik LĂĽno (Turm Altena) gewann die Gruppe B, Altmeister Vladimir Dolgopolyj vom MSHS die Gruppe C, Peter Kernchen vom MSHS die Gruppe D und Dean Ricken von der SvG Plettenberg die Gruppe J. Dazu kam ein zweiter Platz fĂĽr Nora Jansen (MSHS) in der Gruppe F. Die weiteren Gruppensiege gingen an Aurelius Pilat (Porta Westfalica, Gruppe C), Merle Laureen Schmidt (SU Annen, Gruppe F), Daniel Weinert (SG Niederkassel, Gruppe G), Hannes Schmidt (SU Annen, Gruppe H) und Nathan Michelson (DĂĽsseldorfer SK, Gruppe I).

Alle Gruppen im Ăśberblick »PDF-Download



Hönne-Open: Alex Browning auf Rang sieben, van den Doel siegt, MSHS-Duo trifft "The Big Greek"
Menden, 26. Mai 2024: Der niederländische Großmeister Erik van den Doel gewann am Sonntag in Menden die Hönne-Open des SV Menden. Zum 100. Vereinsgeburtstag hatte der SVM 3000 Euro Preisgeld ausgelobt, 175 Aktive nahmen teil, darunter 25 Titelträger. Der ehemalige Deutsche Meister, GM Daniel Fridman, wurde Zweiter, der langjährige Plettenberger GM Thorsten Michael Haub Dritter. Ein Klasseturnier spielte FIDE-Meister Alex Browning von MS Halver-Schalksmühle, der mit nur einem halben Punkt Rückstand auf van den Doel Siebter wurde.

Der Plettenberger Marc Schulze folgte mit einem Punkt Rückstand auf Browning auf Rang 23, Ralph Kämper (MSHS) wurde starker 34., einen Platz vor NRW-Blitzmeister Patrick Zelbel (Dortmund). Auch der 46. Platz von Pornchai Ertelt (MSHS) war aller Ehren wert. Die Plettenberger Thomas Kuhnen und Jiehou Nhan folgten auf Rang 49 und 51. Jinhon Raymon Nhan wurde 71., Sokratis Goniadis (MSHS) 88., Ali Berk Dursun (Plettenberg) 100., Julian André Selter (Plettenberg) 102., Jiewen Nhan (Plettenberg) 139., Benno Turke (MSHS) 159., Mirek Skapski (Plettenberg) 168. und Dean Ricken (Plettenberg) 171.

Am Samstag hatte der IM Georgios Souleidis, bekannt als Deutschlands bekanntester Schach-Youtuber „The Big Greek“, ein Simultanspiel an der Wilhelmshöhe in Menden gewesen. Mit Jeff Piria und Dominik Hemmerling waren auch zwei Spieler des MSHS dabei. „Es war einfach eine tolle Erfahrung“, resümierte Piria, auch wenn er nach 25 Zügen die Segel streichen musste, „es hat riesig Spaß gemacht. Auch U10-Youngster Hemmerling verlor nach 28 Zügen, auch für ihn war es indes ein tolles Erlebnis. Am Ende machte Souleidis in seinen 30 Partien beim Simultanmatch fünfmal Remis und musste sich einmal geschlagen geben.



Topbilanz im Sauerlandsternin Willingen: Max Lutze Siebter bei der Deutschen U16-Meisterschaft
Willingen, 25. Mai 2024: Was fĂĽr eine Turnierwoche: Max Lutze, U16-Schachtalent des MS Halver-SchalksmĂĽhle, kehrte am Samstag mit dem siebten Platz von den Deutschen Einzelmeisterschaften seiner Altersklasse im Sauerlandstern in Willingen zurĂĽck.

Als 16. der Setzliste übertraf er seine Turniererwartung deutlich. 5,0 Punkte standen nach den neun Runden für Lutze zu Buche, der nur zwei Partien verlor, dreimal gewann und viermal remisierte. Ein sensationelles Ergebnis war dies vor allem mit Blick auf die Gegnerschaft: In den neun Runden spielte Lutze gegen neun Spieler aus der „Top 10“ der Meldeliste. Die niedrigste Wertungszahl eines Gegners war 2106 (Laurin Jahnz, Berlin; Siegpartie Lutze). Zum Vergleich: Lutze selbst war mit einer Wertungszahl von 2070 nach Willingen gereist. Er war mithin neunmal der DWZ-Außenseiter – und ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken, beeindruckte vielmehr seine Gegnerschaft.

Gegen den Setzlistenersten und späteren Deutschen Meister Johannes von Mettenheim (HSK Lister Turm, DWZ 2294) kam Lutze zum Beispiel in der 7. Runde nach einer wilden Partie zu einem Remis. Vorher hatte er den Setzlistenzweiten Maurin Möller (Paderborn, DWZ 2262) besiegt und zum Auftakt auch gegen den Setzlistendritten Florentin Lübke (Bautzen, DWZ 2216) die Oberhand behalten.

Seine einzigen beiden Niederlagen im Turnier musste der junge Halveraner in der 4. Runde gegen seinen NRW-Rivalen Philipp Leon Klaska aus Düsseldorf und in der vorletzten Runde am Freitag gegen den amtierenden NRW-Meister Nelson Strehse aus Köln hinnehmen. In der Schlussrunde am Samstag mühte sich Max Lutze über 56 Züge mit Schwarz gegen Sebastian Haubold (USC Magdeburg) – dann mündete die Partie ins Remis. Im Falle eines Sieges hätte das MSHS-Talent am Ende sogar den fünften Platz sicher gehabt. Auch mit Rang sieben durfte Lutze indes hochzufrieden sein.

Den Titel holte sich mit 7,5 Punkten der Turnierfavorit von Mettenheim vor seinem Vereinskollegen Tim Sauer (6,5), Philipp Leon Klaska und Nelson Strehse (beide 6,0). Max Lutze bestätigte in Willingen seine starken Leistungen von den NRW-Titelkämpfen in Kranenburg, bei denen er in den Osterferien Zweiter geworden war.



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