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NRW-Meisterschaften der Mannschaften im Blitzschach am Samstag in Schalksmühle
Schalksmühle, 30. April 2026: Am Samstag, 2. Mai, findet die NRW-Mannschaftsmeisterschaft im Blitzschach in Schalksmühle statt. Der Verein Märkischer Springer Halver-Schalksmühle richtet die Titelkämpfe, zu denen 20 Mannschaften aus ganz Nordrhein-Westfalen erwartet werden, in der Halle Spormecke aus. Das Turnier beginnt um 11 Uhr und wird bis in den späten Nachmittag dauern. Der MSHS stellt als Ausrichter eine Mannschaft. Aus Südwestfalen haben sich daneben die KS Iserlohn für die Titelkämpfe qualifiziert.
Jugendopen in Borken: Dominik Hemmerling verpasst nur knapp einen Treppchenplatz
Borken, 25. April 2026: Beim 8. Borkener Jugendopen am 25. April 2026 waren auch die Nachwuchsspieler des MSHS vertreten. Das stark besetzte Turnier zog zahlreiche junge Schachtalente aus ganz Nordrhein?Westfalen an und wurde in den Altersklassen U10 und U12 ausgetragen.
In der Altersklasse U10 gingen insgesamt 33 Kinder an den Start. Für die Märkischen Springer stand Lea Schreiber am Brett. In dem neunköpfigen Rundenturnier sammelte sie zwei Punkte und belegte am Ende Rang 32, sammelte zudem wichtige Turniererfahrung.
Doppelt vertreten war der Verein in der U12?Klasse, in der sich 38 Spieler miteinander maßen. Besonders überzeugend präsentierte sich Dominik Hemmerling. Als Nummer vier der Setzliste bestätigt er seine starke Ausgangsposition und spielte lange um die Podestplätze mit. Nach acht Runden lag Hemmerling aussichtsreich auf Rang vier und hatte sogar noch Chancen auf einen Pokal. In der entscheidenden Schlussrunde geriet er jedoch früh in Materialnachteil. Mit einer Leichtfigur weniger blieb ihm nichts anderes übrig, als das Remisangebot seines Gegners anzunehmen. Mit 6,5 Punkten belegte er schließlich den undankbaren, aber starken vierten Platz.
Yaroslav Rosinskyi spielte ein konstantes Turnier und lag nach acht Runden mit fünf Punkten im Vorderfeld auf Rang zehn. Eine Niederlage in der letzten Partie warf ihn zwar noch auf Platz 13 zurück, dennoch entsprach dieses Ergebnis genau seiner Setzlistenposition. Das Turnier überzeugte insgesamt durch ein hohes spielerisches Niveau und eine reibungslose Organisation.
Schachverband Südwestfalen: Lothar Mirus verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt
Schwerte, 25. April 2026:
In der Cafeteria des Hallenbads in Schwerte fand am Samstag der jährliche Kongress des Schachverbands Südwestfalen statt. Die Vertreter der fünf Bezirke wählten dabei den langjährigen Vorsitzenden des Schachklubs Meinerzhagen, Jens Frase, einstimmig zum neuen 2. Vorsitzenden. Frase tritt die Nachfolge von Lothar Mirus (MS Halver-Schalksmühle) an.
Mirus, der auch Vorsitzender des Bezirks Sauerland ist, hatte elf Jahre lang im Verband die Position des 2. Vorsitzenden inne gehabt, trat aber am Samstag nicht erneut zur Wahl an. Die Versammlung ernannte Mirus daraufhin zum Ehrenmitglied des Verbands. Der Verbandsvorsitzende Christof Dinter würdigte Mirus als „stets zuverlässigen Mithelfer, Partner und Ideengeber“ und überreichte ihm ein Abschiedsgeschenk.
Im Verbandsvorstand wurde Geschäftsführer Rolf Weber (KS Hagen/Wetter) im Amt bestätigt. Für den Jugendbereich kündigte Ratho Rahs (Plettenberg) in Vertretung für Verbandsjugendwart Eric Wortmann (Plettenberg) eine Veränderung an: Beim Verbandsjugendtag Mitte Mai wird Wortmann nicht erneut kandidieren. Auch hier muss ein Nachfolger gefunden werden. Rahs erläuterte zudem, dass der Verband 2027 notgedrungen mit den Einzelmeisterschaften für den älteren Jugendbereich umziehen muss, weil die Jugendherberge an der Glörtalsperre schließen wird. 2027 sollen die Titelkämpfe bereits im Januar in der Jugendherberge am Biggesee stattfinden.
Neben der Zustimmung zu einigen Anträgen, die die Spielordnung auf Stand brachten, ging der Blick am Samstag bereits voraus: 2027 wird der Schachverband Südwestfalen 100 Jahre alt. Dies soll gebührend gefeiert werden. In einem Hotel in Meinerzhagen soll ein Jubiläumsturnier ausgerichtet werden, dazu soll es eine Veranstaltung (Simultan und Feier) auf einem Ausflugsschiff auf dem Hennesee geben. Für beide Veranstaltungen wird der Verband finanzielle Mittel in Höhe von 8000 Euro bereitstellen.
Hans-Joachim-Siepe-Gedächtnisturnier: 21 Aktive mit viel Freude auf den Pfaden des "Affen"
Schalksmühle, 23. April 2026:
Es war ein ganz besonderes Turnier, das da am Donnerstagabend im Feuerwehrgerätehaus an der Volmestraße stattfand: 21 Aktive nahmen am Hans-Joachim-Siepe-Gedächtnisturnier teil, darunter auch Gäste, die von weiter her anreisten, alte Weggefährten. Schach verbindet, Schach schafft Freundschaften, die lange währen. Oliver Busch (ehemals Pietrzak) war eigens aus Hilden angereist. Ralf Reininghaus und viele andere alte Weggefährten waren zu diesem Turnier gekommen, das MSHS-Spielleiter Dirk Jansen initiiert hatte. Siepe, der lange Zeit für den SV Halver spielte, ehe er in den Aachener Raum verzog, und der zudem lange Lehrer am Anne-Frank-Gymnasium gewesen war, wäre in dieser Woche 80 Jahre alt geworden.
Hajo Siepe hätte Freude an diesem Turnier in lockerer Atmosphäre gehabt, denn alle Spieler waren verpflichtet, als Weiße im ersten Zug b4 zu spielen. „Den Affen“, wie Siepe es immer genannt hat. Die Orang-Utan-Eröffnung, die er so gerne gewählt hat und die unter Schachspielern gleichwohl nicht als vollwertig für den Anziehenden angesehen wird. Ein ganzer Abend im Zeichen von b4 – ein Thementurnier, das auf ungewohnte Pfade führte und allen Spielerinnen und Spielern viel Freude bereitete.
Das sportliche Ergebnis war am Ende nicht so wichtig an diesem Abend, gleichwohl gab es natürlich einen Sieger und ein Abschlussklassement. Der Plettenberger FIDE-Meister Marc Schulze gewann alle sechs Partien und verwies Daniel Babczyk, Ralph Kämper und Dirk Jansen (alle 4,5) auf die Ränge zwei, drei und vier. Fünfte wurde Nora Jansen mit 4,0 Punkte. Sie spielte ein tolles Turnier und ließ viele DWZ-stärkere Akteure hinter sich. Auf den weiteren Plätzen folgten Volker Schmidt, Alexander Krugmann (beide 4,0), Peter Kernchen, Yanni Dahlbüdding, Pornchai Ertelt, Vladimir Dolgopolyj, Uwe Kleinschmidt, Timo Röhle, Mirek Skapski (alle 3,0), Gerhard Raatz (2,5), Oliver Busch, Lothar Mirus, Jesus Cabello Gonzalez, Thomas Orlik, Ralf Reininghaus (alle 2,0) und Luca Bauckhage (1,0). Um zu dokumentieren, dass es an diesem Tag nicht aufs nackte Ergebnis ankam, wurde der Stoff-Orang-Utan am Ende nicht an den Sieger vergeben, sondern verlost. Ein Abend im Zeichen eines tolles Vereinslebens, der lange in Erinnerung bleiben wird.
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Herzensangelegenheit: MSHS bittet am Donnerstag zum Hans-Joachim-Siepe-Gedächtnisturnier
Schalksmühle, 20. April 2026:
Am Donnerstag findet im Feuerwehrgerätehaus in Schalksmühle ein ganz besonderes Schachturnier statt: Der MSHS und hier ganz speziell Spielleiter Dirk Jansen bittet um Hans-Joachim-Siepe-Gedächtnisturnier. „Dieses Turnier ist mir und vielleicht auch ein paar anderen eine Herzensangelegenheit“, stellt Jansen im Vorfeld fest. „Hajo war nach Ralf Reininghaus mein zweiter wichtiger Schachtrainer – und auch mein Geschichtslehrer. Nach der Schule hielten wir mit der ehemaligen Schach-AG jahrzehntelang Kontakt und trafen uns in regelmäßigen Abständen zu Wochenenden zunächst in seiner Studienstadt Marburg und nach seinem Umzug Anfang der 2010er Jahre in Aachen. Hajo war mir und meinen Mitstreitern der Schach-AG ein guter Freund und wichtiger Weggefährte und so fand ich die Idee meiner Frau, ein solches Turnier auszurichten, wunderbar. Hajo wäre am 21. April 80 geworden und hat uns leider letzten Jahr verlassen, da passt dieser Termin besonders gut.“
Das Besondere am Turnier ist, dass Hajo Siepes Lieblings-Eröffnung aufs Brett kommen muss. Ein Thementurnier also. „Den Affen“, wie er die Eröffnung immer nannte: Weiß spielt im 1. Zug b4 – auch „Orang-Utan-Eröffnung“ genannt. „Und so wird der kleine Stoff-Orang-Utan rechts unter allen Teilnehmern verlost, denn es soll um Spaß gehen und nicht darum, dass der Sieger ihn gewinnt“, sagt Jansen. „Wir würden uns über rege Beteilung freuen!“
Das Turnier beginnt am Donnerstagabend (23. April) um 19.30 Uhr. Gespielt werden sechs Runden nach Schweizer-System, sodass jeder Teilnehmer dreimal mit b4 eröffnen darf. Die Bedenkzeit beträgt 10 Minuten pro Spieler pro Partie!
NRW-Vorrunde der U12-Mannschaften: MSHS-Team auf dem 14. Platz
Schalksmühle, 18. April 2026:
Als 16. der Setzliste gestartet, belegte die U12-Mannschaft des MS Halver-Schalksmühle am Samstag bei der Vorrunde der NRW-Mannschaftsmeisterschaft den 14. Platz. Drei der sieben Spiele wurden bei diesem Schnellschach-Wettbewerb für Viererteams gewonnen, vier verloren. Mit einem Sieg mehr wäre eine Top-10-Platzierung möglich gewesen.
Die Siege feierte der MSHS gegen Brackwede (3:1), die Schach-Akademie Paderborn (3:1) und den SV Bochum-Linden (3,5:0,5). Geschlagen geben musste man sich dem SK Münster (0:4), dem Klub Kölner Schachfreunde (0:4), dem SV Mülheim-Nord (1:3) und am Ende denkbar knapp dem TTC Fritzdorf 1,5:2,5. In diesem Spiel gelang Eren Günaydin am 3. Brett ein Sieg gegen den im DWZ-Rating fast 800 Punkte besseren Fardin Jahan Saeidi.
Spieler gegen nominell favorisierte Gegner waren bei diesem Turnier für die MSHS-Youngster fast der Regelfall. Gleich zum Start des Turnier musste Dominik Hemmerling am Spitzenbrett gegen den U10-Blitz-Europameister aus dem Jahr 2024, Konstantin Müller aus Münster, antreten und musste dabei eine von zwei Niederlagen im Turnier hinnehmen. Mit 4,5 Punkten spielte Hemmerling am Spitzenbrett ein tolles Turnier. Auch die 2,5 Punkte für Yaroslav Rosinskyi am 2. Brett waren mehr als achtbar, ebenso die 3,0 Punkte für Eren Günaydin am 3. Brett. Das 4. Brett teilten sich Elia Sirges (1/4) und Noah Kuster (1/3). Insgesamt durfte das Team mit seinem Abschneiden sehr zufrieden sein.
Für die Endrunde Auf dem Ahorn in Wiblingwerde qualifizierten sich Turniersieger Düsseldorfer SK, der SK Münster, die SG Porz, die SF Brackel, der SC Monheim/Baumberg und der Klub Kölner Schachfreunde.
NRW-Viererpokal: MSHS schlägt Herne und steht erstmals im Achtelfinale des Wettbewerbs
Schalksmühle, 18. April 2026: Der MS Halver-Schalksmühle hat im NRW-Viererpokal zum ersten Mal überhaupt das Achtelfinale erreicht. Der Weg dorthin war ein verkürzter. Der MSHS richtete im Feuerwehrgerätehaus in Schalksmühle eines der 16 Auftaktwochenenden des Wettbewerbs aus, doch von den nach Schalksmühle gelosten drei Gästen sagten der SV Welper und der SV Hennef ihre Teilnahme im Laufe der Woche ab. So war vor der Erstrundenpartie gegen den SV Unser Fritz Herne klar, dass der Sieger direkt im Achtelfinale stehen würde.
Der MSHS war gegen den Tabellenfünften der Verbandsliga Ruhrgebiet leicht favorisiert und wurde dieser Rolle auch gerecht. Dirk Jansen brachte sein Team am Spitzenbrett gegen Michael Jungbluth in Führung, nachdem dieser im Mittelspiel eine Qualität eingebüßt hatte und dann auch noch unter Druck geraten war. Auch Ralph Kämper (Brett 3) gewann in seiner Partie eine Qualität und spielte den Vorteil zum Sieg aus. Damit stand es 2:0 und der MSHS als Sieger fest, denn selbst bei einem 2:2 hätte nun die Berliner Wertung für die Gastgeber gesprochen.
Es wurde indes ein 2,5:1,5-Sieg: Zwar musste sich Pornchai Ertelt (4) nach langem Kampf in nachteiliger Stellung geschlagen geben, doch Bodo Lüttich (2) kam zu einem sicheren Remis, stand sogar vorteilhaft, doch angesichts des Spielstandes und dem wohl langwierigen Weg, den Vorteil umzumünzen, gab er seine Partie Remis. Nach diesem Erfolg steht der MSHS in der Runde der letzten 16. Am 13./14. Juni finden erneut vier Pokal-Wochenende über ganz NRW verteilt statt. Wer dann der MSHS-Gegner sein wird und wo die Spiele ausgetragen werden, das ist noch offen.
Einzelmeisterschaft des Bezirks Sauerland: Dolgopolyj verliert das Spitzenspiel gegen Wichmann
Neuenrade, 17. April 2026: Frank Wichmann (SF Neuenrade) steht ganz dicht vor dem Gewinn des Titels bei den Einzelmeisterschaften des Schachbezirk Sauerland: Am Freitagabend gewann Wichmann das Topspiel der 4. Runde gegen den nach drei Runden ebenfalls noch verlustpunktfreien Vladimir Dolgopolyj (MSHS). So geht Wichmann am 8. Mai in Schalksmühle mit einem Punkt Vorsprung in die Schlussrunde, benötigt noch ein Remis, um den Turniersieg perfekt zu machen. Der Sieg gegen Dolgopolyj war ein wenig kurios: Nach einem Schachgebot Wichmanns mit dem Springer fasste Dolgopolyj den Springer seines Gegners an, stellte ihn wieder ab und zog mit dem König an den Springer heran. Da er den Springer angefasst hatte und es eine Schlagmöglichkeit gab, galt jedoch die Berührt-geführt-Regel. Dolgopolyj musste mit seinem Läufer den Springer schlagen. Es war der Verlustzug der Partie, danach hatte Wichmann leichtes Spiel.
Gegner von Wichmann ist in der letzten Runde Rolf Schulte (SF Neuenrade). Schulte siegte am Freitagabend im Vereinsduell gegen Peter Olszewski und weist wie Dolgopolyj 3,0 Punkte auf. Wichmann, Schulte und Dolgopolyj (Gegner in der letzten Runde: Jesus Cebrian) kommen damit noch für den Titel infrage. Jeweils 2,5 Punkte weisen nach vier Runden Jonas Hollstein (Altena, Sieg gegen Nora Jansen/MSHS), Jesus Cebrian (Altena, Sieg gegen Jens Kienholz/Altena) und Josef Horstmann (MSHS, Sieg gegen Peter Kernchen/MSHS) auf. Dieses Trio hat im Feld der 16 Teilnehmer noch einen Treppchenplatz im Blick.
Die Ansetzungen für die finale Runde in Schalksmühle am 8. Mai: Wichmann – Schulte; Cebrian – Dolgopolyj; Hollstein – Horstmann; Kirpal - Jansen; Cordes – Walter; Olszewski – Kernchen; Kienholz – Mirus; Lin – Arnoldi
NRW-Einzelmeisterschaft der Jugend: Max Lutze auf Rang vier, Emily Cappuyns auf Platz sechs
Kranenburg, 11. April 2026: Die Leistung war aller Ehren wert, doch zum ganz großen Coup reichte es für den Halveraner Max Lutze am Samstag beim Finale der NRW-Einzelmeisterschaften der Schachjugend NRW in Kranenburg nicht: In einem dramatischen Finale ging Lutze, der beim MS Halver-Schalksmühle groß geworden ist und seit zwei Jahren für den SV Erkenschwick in der Jugend-Bundesliga spielt, als Führender in die Schlussrunde. Vier Spieler wiesen vor dieser letzten Runde 4,5 Punkte aus sechs Partien auf, Lutze hatte den höchsten Buchholz-Wert. Damit war klar, dass ihm ein Sieg zum Titel reichen würde.
Nach einem harten Kampf aber unterlag Lutze in der letzten Partie gegen den Ukrainer Mykhaila Nezhyvenko vom Krefelder SK Turm. In der zweiten Toppartie trennten sich Felix Holzwarth (SG Porz) und Turnierfavorit Maurin Möller (BS Paderborn) mit einem Remis. So gewann Nezhyvenko den NRW-Titel, Holzwarth wurde Vizemeister, Möller Dritter und Lutze Vierter. Lutze war als Zweiter der Setzliste mit drei Siegen hervorragend ins Turnier gestartet, hatte dann gegen den Kölner Nelson Strehse das Topspiel der 4. Runde verloren und in der 6. Runde im Topspiel gegen den FM Maurin Möller remisiert. Damit war der große Coup angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz greifbar geworden, doch am Ende reichte es nicht ganz für das große Talent aus dem Sauerland.
Ein sehr gutes Turnier spielte in Kranenburg Emily Cappuyns, Valberterin in Diensten des MS Halver-Schalksmühle: Bei den U16-Mädchen holte sie in einem starken Feld 3,5 Punkte und belegte am Ende den geteilten sechsten Platz. Cappuyns musste sich nur der neuen NRW-Meisterin Daria Shynkar (Paderborn) und der Vizemeisterin Maida Fetahovic (Solingen) geschlagen geben. Daneben gab es drei Remispartien und zwei Siege für Cappuyns. Eine Turnierleistung, die dem MSHS-Talent neben vielen wertvollen Erfahrungen auch einen deutlichen DWZ-Sprung einbringen sollte.
Bei den U14-Jungen belegte Tobias Zalka vom MSHS unter 18 Teilnehmern den 16. Platz und bestätigte damit seine Setzlistenplatzierung. Der Südwestfalen-Vizemeister siegte gegen Nico Fuchs aus Betzdorf und erkämpfte gegen Hermann Finke (Borken) ein Remis. Die übrigen fünf Partien gingen verloren in einem sehr stark besetzten Feld, in dem Philipp Allen (Erkenschwick) neuer NRW-Meister wurde.
Nicht ganz zufrieden war nach der Turnierwoche an der niederländischen Grenze Dominik Hemmerling vom MS Halver-Schalksmühle: Als Achter der Setzliste startete der Schalksmühler in Kranenburg in der U12-Klasse der Jungen, doch nach einem guten Start (Remis gegen Nathan Michelson/Düsseldorf, Sieg gegen Jonathan Meinert genannt Heckmann/Rheine) folgten drei Verlustpunkte in Serie. Mit einem Sieg gegen Yasin Delibas (Bielefeld) und einem Remis gegen David Martens (Elberfeld) klang das Turnier versöhnlich aus, am Ende stand ein geteilter 18. Platz unter 26 Startern zu Buche.
Aus dem Schachbezirk Sauerland waren keine weiteren Spieler in Kranenburg am Start: Alexander Krugmann (MSHS), Philip Soltysik, Jiewen Nhan, Jinhon Raymon Nhan und Jiehou Nhan (alle SvG Plettenberg) verzichteten trotz Qualifikation auf eine Teilnahme.
Faszinosum Grenke-Open: Turniertage mit Carlsen, Keymer und 3650 anderen Schachspielern
Karlsruhe, 09. April 2026:
Es gibt im Leben eines Schachspielers Turniere, bei denen zählt auch das Ergebnis, mehr noch aber das Erlebnis: Die Grenke Open in Karlsruhe sind ein solches Turnier: Mit 3658 Aktiven war das Turnier in der Schwarzwaldhalle über die Ostertage das größte offene Schachturnier der Welt.
„Das Turnier ist ein Faszinosum. Nicht nur, weil es das größte der Welt ist. Man spielt auch mit den Besten der Besten in einem Saal und darf Vincent Keymer, Magnus Carlsen und viele andere Stars der Schachwelt hautnah erleben“, beschreibt Dirk Jansen vom MS Halver-Schalksmühle das Besondere. „Das Turnier ist stark organisiert – es gibt kaum etwas zu bemängeln. Bei so vielen Spielern ist die Toilettensituation bisweilen sportlich, beim Catering muss man lange anstehen, zu lange während einer Partie – und ein Analysebereich für so viele Schachbegeisterte ist auch schwierig bereitzustellen. Das hatte zur Folge, dass ich keine meiner Partien im Anschluss mit meinem Gegner analysiert habe. Sehr schade!“
Immerhin: Jansen war in einer auch am Abend analysefreudigen Gruppe unterwegs. Marc Schulze, Thomas Kuhnen und Mirek Skapski aus Plettenberg, dazu die Ex-Plettenberger Max Bouaraba und Dawid Pieper. Vom MSHS war Ralph Kämper dabei. Und sportlich? Marc Schulze spielte nach einer Oberliga-Traumsaison ein Albtraumturnier, brach mit einer Ausbeute von zwei Punkten aus sechs Partien das Turnier vorzeitig ab (Platz 925), verlor 54 Elo-Punkte und traf dafür am freien Tag beim Mittagessen in der Osteria zufällig zwei Tische weiter Magnus Carlsen.
Thomas Kuhnen startete mit einem halben Punkt aus sieben Partien im A-Open und gewann dann noch zweimal (Platz 897). Mirek Skapski musste wegen seiner Elo-Zahl (300 Punkte mehr als im DWZ-Rating) im B-Open spielen und kämpfte sich durch (2,0 Punkte, Rang 1354). Dawid Pieper wurde 756., spielte nur sechs Partien, holte gute 3,5 Punkte. Max Bouaraba (Platz 408) und Dirk Jansen (Platz 492) spielten durch, und holten beide 4,5 Punkte. „Meine persönlichen Erlebnisse hatten eine nie erlebte Bandbreite an unterschiedlichsten Fehlern – aber auch positiven Erlebnissen“, resümierte Jansen nach den Tagen in Karlsruhe, die ihm ein Elo-Plus von zwei Punkten einbrachten.
Mit einem Elo-Minus kehrte Ralph Kämper ins Sauerland zurück. Zwei Remis aus den ersten sieben Runden stockte der Halveraner noch mit zwei Siegen auf und wurde 846., bestätigte fast seinen Platz in der Setzliste. Richtig gut lief es zudem für den inzwischen für die SG Porz aktiven Halveraner und MSHS-Jugendtrainer Alex Browning. Der 24-jährige FIDE-Meister musste sich in den neun Runden nur einmal geschlagen geben, holte 6,5 Punkte und belegte damit als 198. der Setzliste den 67. Platz. Dazu gab‘s ein Elo-Plus von 18 Punkten. Für Browning stimmten Erlebnis und Ergebnis.
Das A-Open gewann übrigens ein wenig im Schatten des von Großmeister Sebastian Siebrecht (in Lüdenscheid bekannt als Macher der seit mehr als zehn Jahren sehr erfolgreichen Lüdenscheider Schachtage) moderierten Super-Großmeister-Freestyle-Turniers (Sieger Vincent Keymer, nur Dritter Magnus Carlsen) ein Internationaler Meister aus Usbekistan. Fünfter wurde mit Ruben Köllner aus Bergneustadt ein Schach-Südwestfale. Die Welt ist klein und doch so groß zu Ostern in Karlsruhe, und am Ende einfach nur faszinierend.
4. Schach-Triathlon des MSHS beendet: Daniel Babczyk siegt vor Thomas Orlik und Peter Kernchen
Schalksmühle, 02. April 2026:
Mit zwei klaren 4:0-Siegen für Daniel Babczyk (gegen Jesus Cabello Gonzalez) und Thomas Orlik (gegen Rüdiger Nieland) endete am Gründonnerstag der 4. Offene Schachtriathlon des MSHS. Diese beiden Partien waren Nachholspiele der letzten Runde, zuvor hatte sich bereits Peter Kernchen 4:0 gegen Lothar Mirus durchgesetzt.
Überlegener Sieger des 4. Triathlons ist damit Daniel Babczyk (4,5:0,5 Duelle, 17:3 Punkte). Er verwies Thomas Orlik (3,5:1,5/14:6), Peter Kernchen (3:2/13:7), Jesus Cabello Gonzalez (2,5:2,5/9:11), Lothar Mirus (1:4/5:15) und Rüdiger Nieland (0,5:4,5/2:18) auf die Plätze.
Bester Blitzspieler des Turniers war einer, der sonst gar nicht so gerne blitzt: Peter Kernchen wies am Ende eine 5:0-Bilanz auf und lag damit vor Daniel Babczyk (4:1) und Thomas Orlik (3:2). Im Schnellschach hatte Daniel Babczyk eine blütenweiße Weste, Rang zwei teilten sich mit einer 3:2-Bilanz Jesus Cabello Gonzalez und Thomas Orlik. Im klassischen Schach teilten sich Daniel Babczyk und Thomas Orlik (beide 8:2) Platz ein, gefolgt von Peter Kernchen (6:4). Die vierte Auflage war die Auflage mit der geringsten Teilnehmerzahl, trotzdem war es ein spannendes Turnier, das den Teilnehmern viel Spaß gemacht hat.
4. Triathlon, Endstand: »PDF-Download









