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Die "reanimierte" Kreisliga
Schalksmühle, 10. Juli 2014: Am Montag endete die Meldefrist für die neue Saison im Schachbezirk Sauerland. Das Ergebnis durfte die Verantwortlichen im Bezirks-Vorstand freuen. Es reicht im Bereich des Bezirks Sauerland erstmals seit Jahren wieder für drei Spielklassen, erstmals seit drei Jahren wird es zudem wieder acht Mannschaften in der Bezirksliga Sauerland geben.

Das klingt zunächst einmal gut, beim näheren Blick ist es allerdings auch das Ergebnis einer Reform im Bereich der Bezirksliga. Bei der Bezirksversammlung war mit Mehrheit beschlossen worden, in der Bezirksliga nicht mehr an acht Brettern, sondern nurmehr an sechs Brettern zu spielen. Eine Neuerung, die nicht nur Freunde hat. Auch deshalb nicht, weil die Mannschaft, die sich in der Bezirksliga nun als Aufsteiger durchsetzt, mit Blick Richtung Verbandsklasse um zwei weitere Spieler aufrüsten muss. Aber sei’s drum: Das erste Ziel hat der Bezirk erreicht.

Dabei spielte dem Liga-Leben auf Bezirksebene in die Karten, dass sich gleich zwei Mannschaften aus dem Bezirk Sauerland aus der Verbandsklasse abwärts verabschieden mussten. Die SG Lüdenscheid II stieg nach nur einem Jahr in dieser Spielklasse wieder ab, und auch die SF Lennestadt mussten den Weg nach unten antreten. Die beiden zählen – gerade an nur sechs Brettern – natürlich nun in der Bezirksliga Sauerland zu den Topfavoriten auf den Titelgewinn. Aber auch die SF Attendorn sind durchaus stark einzuschätzen. Sie dürften nach zwei Vizetiteln heiß darauf sein, endlich mal ganz oben zu stehen. Außenseiterchancen kommen zudem der jungen Reserve des MS Halver-Schalksmühle zu, die die Favoriten zumindest ein wenig ärgern will.

Es ist gut möglich, dass so in der Bezirksliga eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entsteht, denn die SG Lüdenscheid III, der MS Halver-Schalksmühle III, der VfB Turm Altena und auch Aufsteiger SF Attendorn II sind doch ein wenig schwächer einzuschätzen als das Top-Quartett. Immerhin gibt es angesichts der Tatsache, dass wieder acht Teams dabei sind, im Tabellenkeller mehr Spannung, weil es definitiv einen Absteiger geben wird.

Die Bezirksklasse Sauerland tritt zugunsten einer nach Jahren wieder reanimierten Kreisliga Sauerland in diesem Jahr nur mit sechs Mannschaften an. Es ist eine sehr pragmatische Lösung. Die Teams auf den Rängen sieben und acht aus der Vorsaison - SG Lüdenscheid V und MSHS V – steigen in die Kreisliga ab, wo sie auch besser aufgehoben sind.

In der Bezirksklasse verbleibt ein extrem ausgeglichenes Feld mit Bezirksliga-Absteiger MS Halver-Schalksmühle IV, dem SV Werdohl, der SG Lüdenscheid IV, den SF Lennestadt II, den SF Neuenrade II und der SvG Plettenberg III. Ein Favorit ist in diesem Feld beim besten Willen nicht auszumachen. Interessant dürfte es sein, ob der SV Werdohl, der ein gutes Team besitzt, diesmal einen möglichen Aufstieg wahrnehmen würde – zuletzt war ein solcher wegen der Achter-Sollstärke in der Bezirksliga meist abgelehnt worden.

Die Kreisliga spielt mit vier Teams: Zu SGL V und MSHS V gesellen sich die einzigen beiden komplett neu gemeldeten Teams der SvG Plettenberg IV und V. In der Vier-Täler-Stadt auch ein Produkt der guten Aufbauarbeit im Jugendbereich, aber eben auch der Erfolge der ersten und zweiten Mannschaft, die beide eine Klasse nach oben kletterten.

Die Eckdaten für die neue Saison stehen. Bis zum 1. August müssen die Vereine ihre Mannschaftsaufstellungen benennen. Die ersten Spieltage folgen dann im September. In der Bezirksklasse geht die Saison am 7. September los, der Bezirksliga-Start folgt am 14. September. Die Kreisliga, in der eine Doppelrunde gespielt wird, legt erst am 26. Oktober, also nach den Herbstferien, los.