» Vereinsturniere» Vereinspokal (Schnellschach)

Vereinspokal (Schnellschach)

Der Vereinspokal des MSHS setzt die Tradition des Alois-Piotrowski-Gedächtsnispokals des SC 1959 Schalksmühle/Hülscheid fort. Gespielt werden fünf Runden Schnellschach nach Schweizer-System – die Bedenkzeit pro Spieler pro Partie beträgt 21 Minuten. Am Ende des Rundenturniers qualifizieren sich die Spieler auf den ersten vier Plätzen für das Halbfinale. Im Halbfinale hat der Erstplatzierte des Rundenturniers Weiß gegen den Viertplatzierten, ebenso hat der Zweitplatzierte Weiß gegen den Drittplatzierten. Auch im Finale hat der Spieler, der in der Vorrunde besser platziert war als sein Endspielgegner, den Anzugsvorteil.

Turnierbericht 2012: Gorzinski siegt

Einen Tag vor Ende des Jahres wurde beim MSHS der Vereinspokal 2012 ausgespielt. Erster Pokalsieger der Historie des neuen Fusionsvereins aus Halver und Schalksmühle ist Dariusz Gorzinski. Die Nummer vier des Verbandsliga-Teams setzte sich im Endspiel gegen die Nummer zwei seiner Mannschaft, Helmut Hermaneck durch. Im Halbfinale hatten Thomas Maczkowiak und Mario Rieger die Segel streichen müssen.

Neun Spieler stellten sich dem Kampf um den Pokal. Der Modus ist angelehnt an jenen vom Alois-Piotrowski-Gedächtnispokal des SC 1959 Schalksmühle/Hülscheid. Zunächst wurden fünf Runden Schnellschach mit 21 Minuten Bedenkzeit pro Spieler pro Partie nach Schweizer System ausgespielt. Nach diesen Runden wurde ein Vorrunden-Klassement gebildet. Die besten vier Spieler der Vorrunde gingen ins Halbfinale, wobei der Erste gegen den Vierten ebenso Weiß hatte wie der Zweite gegen den Dritten.

Umkämpft war die Vorrunde. Mit 4,0 Zählern sicherte sich am Ende ungeschlagen Helmut Hermaneck den ersten Platz. Zwei Partien gab er Remis, siegte aber u.a. gegen Gorzinski, der nur überaus glücklich die Vorrunde überstand. Nach einem Auftaktremis gegen Ingrid Hermaneck und der Niederlage gegen Helmut Hermaneck stand Gorzinski in der letzten Runde schlecht und hatte auch noch weniger Zeit, hielt seine Partie gegen Thomas Maczkowiak aber mit Mühe remis. Das kostete Maczkowiak den Vorrundensieg – er wurde punktgleich mit Hermaneck Zweiter. Gorzinski spülte es auf Rang drei vor. Den vierten Platz sicherte sich – kurios – durch einen kampflosen Zähler in der letzten Runde Mario Rieger vor dem punktgleich Lothar Mirus. Einer der Mitfavoriten, Vladimir Dolgopolyj, dagegen verlor seine letzte Partie gegen Gerhard Raatz überraschend und musste damit nach seiner vorherigen Niederlage gegen Maczkowiak und dem Remis gegen Helmut Hermaneck die Segel vor den K.o.-Spielen streichen.

Im Halbfinale traf wie in der 5. Runde Thomas Maczkowiak mit Weiß auf Dariusz Gorzinski. Wieder war die Partie eng, und wieder endete sie mit einem Remis. Im Blitzen legte Gorzinski eine 1:0-Führung vor, Maczkowiak glich aus – die letzte Partie aber gewann wieder Gorzinski und zog so ins Endspiel ein. Weniger Mühe hatte Helmut Hermaneck, der Mario Rieger nach einem Turmeinsteller seines Gegners in die Knie zwang.

Das Endspiel war auch eine Neuauflage einer Vorrundenpartie. Da hatte Hermaneck mit Weiß gegen Gorzinski gewonnen. Diesmal war das Spiel hart umkämpft. Hermaneck hatte im Damenendspiel einen Läufer gegen Gorzinskis Springer, setzte aber nicht richtig fort, so dass Gorzinski in Hermanecks Stellung eindringen durfte. Nach Abtausch der Figuren blieb ein reines Damenendspiel übrig, das für Gorzinski gewonnen. So sicherte sich der Dortmunder nach fünfeinhalb Stunden nicht unverdient, letztlich aber doch ein wenig glücklich den ersten MSHS-Pokalsieg.

Das Vorrunden-Klassement:
1. Helmut Hermaneck 4,0/14,5/11,25
2. Thomas Maczkowiak 4,0/14,5/11,0
3. Dariusz Gorzinski 3,0/13,5
4. Mario Rieger 3,0/13,0
5. Lothar Mirus 3,0/9,0
6. Vladimir Dolgopolyj 2,5/14,5
7. Gerhard Raatz 2,0/12,5
8. Ingrid Hermaneck 2,0/11,5
9. Klaus Eckhardt 1,5/10,5

Halbfinale
Helmut Hermaneck – Mario Rieger 1:0
Thomas Maczkowiak – Dariusz Gorzinski remis (Stechen 1:2)

Finale
Helmut Hermaneck – Dariusz Gorzinski 0:1